April 2006: Mahnwache zum 20. Jahrestag des Reaktorunglücks in Tschernobyl
…Am 26. April 1986 explodiert im Atomkraftwerk Tschernobyl als Folge eines gefährlichen Experiments ein Reaktor, der binnen Sekunden völlig zerstört wird. Tonnenweise hoch-radioaktives Material wird freigesetzt und breitet sich wie eine riesige Wolke in der Atmosphäre aus. Die Wolke zieht über Teile Weißrusslands, Russlands, der Ukraine und Europas. Millionen von Menschen werden verstrahlt, viele müssen ihre Heimat verlassen oder sterben. Die Folgen für Mensch und Umwelt sind verheerend …
Heute, 20 Jahre nach dem Reaktorunglück, wird kaum noch über die Katastrophe gesprochen, die ein Beispiel für die Risiken der Atomkraft ist. Nur bei den Menschen, die die Folgen auch heute noch spüren, wird das zurückliegende wohl nie ganz in Vergessenheit geraten. Denn Leukämie, Schilddrüsenkrebs, Lungenkrebs, chronische Erkrankungen und verseuchte Böden im Unglücksgebiet auch heute noch allgegenwärtig.
Am 26.04.2006 erinnerte eine Mahnwache in der Braunschweiger Innenstadt an den 20. Jahrestag des Reaktorunglücks. Ein schwarzes Banner, auf den in weißen Lettern „Tschernobyl 26.04.1986“ steht, Holzkreuze und Atomtonnen rief Passanten das Geschehene in Erinnerung. Am Informationsstand werden Flyer verteilt und über die heutige Sicherheit in Atomkraftwerken und über die Atommüllentsorgung diskutiert.



