Mit Atommüll spielt man nicht!
Mit der Botschaft „Mit Atommüll spielt man nicht“ versammelten sich gestern etwa 15 Jugendliche der Umweltschutzorganisation Greenpeace aus der Braunschweiger Region auf dem Kohlmarkt, um Passanten auf die Endlagerproblematik, den Castor Transport und die damit verbundene Großdemonstration in Dannenberg aufmerksam zu machen. „Jetzt, wo der Castor trotz vieler ungeklärter Fragen losgerollt ist, ist es wichtig, ein Zeichen zu setzen. Eine Umfrage des Emnid-Instituts, beauftragt von Greenpeace, ergibt mit 68% der befragten Personen, eine klare Mehrheit der Bundesbürger gegen den Castortransport. Wir müssen es schaffen so viele Menschen wie möglich für die Anti-Castor-Demo zu mobilisieren.“, so Ole Stöter, Veranstalter der Aktion.
Mit jedem weiteren Castor wird Gorlebener Salzstock als Endlagerstandort zementiert
Wenige Meter vom Zwischenlager entfernt baut die Bundesregierung an einem ihrer Meinung nach möglichen Endlager im Salzstock Gorleben. „Mit jedem Castortransport wird der Salzstock Gorleben als Endlagerstandort zementiert. Das dürfen wir nicht zulassen.“, so Sebastian Könnecke, Energie Ansprechpartner der Greenpeace Gruppe Braunschweig. Gorleben ist aus geologischen Gründen als Endlager ungeeignet. Für den Salzstock gab es nie ein wissenschaftliches Auswahlverfahren. Unter dem Salzstock liegt das größte Erdgasvorkommen Deutschlands, darin gibt es bereits Laugenvorkommen. Ein sicherer Einschluss radioaktiver Stoffe kann nicht gewährleistet werden. Trotzdem halten Atomindustrie und Politik seit über 30 Jahren an diesem Standort fest.
Unverantwortungsvoller Umgang mit dem Atomproblem
Diese Nachricht ist eindeutig: Die Jugendlichen fordern von der Politik klare und rationale Entscheidungen, die dem Ernst der Lage gerecht werden. „Der Umgang mit dem Atommüll erinnert an infantiles Verhalten ohne die nötige Vorsicht, woraus Gefahren für die Bevölkerung resultieren. Im Gegensatz zur Stimme der Vernunft, herrschen im Zuge der Endlagersuche Schreie verschiedenster Lobbygruppen.“, erklärt einer der Jugendlichen als Begründung für die Wahl der Botschaft: „Mit diesem Spruch rufen wir die verantwortlichen Atomkonzerne und die Regierung zu einem verantwortungsvollen Umgang mit dem Atomproblem auf.“








Wiedermal eine sehr lobenswerte Aktion. Die Greenpeace hilft wirklich unermüdlich wo sie kann. Gut so, denn die Umweltverschmutzer schlafen ja auch nciht.