Presseartikel “So sicher wie das Absaufen”
am 7.11.2007 in der “Braunschweig Zeitung”
am 7.11.2007 in der “Braunschweig Zeitung”
am 31.07.2007 auf “newsclick.de/”
Greenpeace-Aktion gegen VW-Spritfresser gerät eher unspektakulär – Starker Wind behindert Aufblas-Aktion
Von Thomas Kruse
Die “Klima-Schweine” konnten einfach nicht so wie sie sollten. Schuld daran war das Wetter. Wind und Regen ließen eine spektakuläre Greenpeace-Aktion gegen Spritfresser von VW gestern zu einer eher mauen Nummer werden.
Die Umwelt-Aktivisten haben in den vergangenen Tagen mit ihren Aktionen gegen die Modellpolitik von BMW, Audi, Daimler-Chrysler und Porsche für ziemlich viel Wirbel gesorgt.
Die aus Greenpeace-Sicht ökologisch widersinnigen Autos wurden zu rosa Klimaschweinen mit Kunststoff-Ohren und Schnauzen verfremdet. Bis zu neun Meter lange Säcke hinter einem Golf und einem Touareg sollten den übermäßigen Kohlendioxid-Ausstoß symbolisieren.
In Wolfsburg wurde die Aktion neben dem Phaeno allerdings abgebrochen. “Die Kunststoff-Schläuche sind sehr windanfällig. Wir wollten niemanden gefährden”, sagte Verkehrsexperte Marc Specowius. Der Termin im VW-Stammwerk war ohnehin denkbar schlecht gewählt. Wegen der Werksferien erzielten die Umweltschützer kaum Breitenwirkung. “Es hat sich aber eine sehr sachliche und entspannte Diskussion mit einigen unserer Experten aus der Aggregate-Forschung sowie der Produkt- und Marketingkommunikation entwickelt”, berichtete eine VW-Mitarbeiterin.
Unversöhnlich stehen sich beide Seiten schon längst nicht mehr gegenüber. “Wir haben im Gespräch einige für Autobauer sicherlich überraschende Ideen geäußert”, war Greenpeace-Pressesprecher Jan Haase mit dem Auftritt in Wolfsburg zufrieden. Man sei nicht “als Feind vor der Tür” gekommen. Das Thema müsse auf EU-Ebene behandelt werden, außerdem müsse der Staat den Autobauern entgegen kommen.
Grundsätzlich seien VW-Modelle wie der Touareg mit einem Kohlendioxid-Ausstoß von bis zu 329 Kilogramm pro Kilometer aber dennoch “richtige Klimaschweine”, wie Specowius betonte. Nur sehen konnte man das gestern nicht so richtig.
31.07.07 (Quelle: http://www.newsclick.de)
am 30.07.07 auf “newsclick.de”
„Übermäßiger Kohlendioxid-Ausstoß“ auch bei Touareg
Wolfsburg (dpa/lni) – Die Umweltschutz-Organisation Greenpeace hat am Montag bei Volkswagen in Wolfsburg gegen ihrer Ansicht nach klimaschädigende Automodelle protestiert.
Die Aktivisten dekorierten vor der VW-Konzernzentrale zwei Autos zu „Klimaschweinen“ um. Mit der Aktion wollen sie auf einen „übermäßigen Kohlendioxid-Ausstoß“ bei einigen Modellen – unter anderem dem Touareg – aufmerksam machen, erklärte ein Greenpeace-Sprecher.
Seit Jahren gäben Autohersteller Versprechungen zum Klimaschutz ab, die sie nicht einhielten. In den vergangenen Tagen hatte die Organisation bereits bei BMW, Audi, Daimler-Chrysler und Porsche gegen die Modellpolitik protestiert.
30.07.07 (Quelle: http://www.newsclick.de)
am 05.12.05 auf “newsclick.de”
Test ergab zu hohe Belastungen in deutschem Obst und Gemüse aus Supermärkten
Von Jörn Stachura
Pestizide in Obst und Gemüse. Als Dreingabe zu Vitaminen Schädlingsbekämpfungsmittel in Mengen, die gesundheitsschädlich sind. Greenpeace Braunschweig demonstrierte Samstag vor den Geschäften von Lidl und Real.
Einkaufsnetz, die Verbraucherschützer von Greenpeace, hatte bundesweit den Stein ins Rollen gebracht. In einem großen Vergleich von deutschem Obst und Gemüse aus den wichtigsten Supermärkten und Handelketten stellte sich heraus: In Obst und Gemüse finden sich immer wieder hohe Pestizid-Rückstände.
Ein Viertel der getesteten deutschen Tomaten, Karotten, Gurken Paprika und Pfirsiche erhielt das Prädikat “nicht empfehlenswert”. Denn sie enthielten Schädlingsbekämpfungsmittel in Mengen, die in Deutschland nicht erlaubt sind. Es wurden sogar Mittel gefunden, deren Einsatz verboten ist.
Ortgruppen unterwegs
Pestizide können nach Auffassung von Umweltmedizinern den Hormonhaushalt und das Immunsystem beeinträchtigen und das Nervensystem schädigen. Der Test von Obst und Gemüse hat mittlerweile juristische Konsequenzen: Greenpeace hat gegen Lidl in 26 Fällen Anzeige erstattet, gegen Real 11. Bereits am Donnerstag hatte Greenpeace vor den Konzern-Zentralen von Lidl und Metro (Real), die im Vergleich am Schlechtesten abgeschnitten hatten, demonstriert. Nun legten die Ortsgruppen nach.
Druck auf Kontrolleure
In 35 Städten protestierten die Mitglieder vor den genannten Unternehmen und verteilten Einkaufsratgeber von Greenpeace an die Kunden. Sie sollen, wann immer es geht, Produkte aus Bio-Anbau kaufen und von Metro und Lidl verlangen, nur noch einwandfreie Ware zu verkaufen. Außerdem soll Druck auf die Bundesländer ausgeübt werden, dass sie ihrer Kontrollpflicht bei Lebensmittel intensiver und sorgfältiger nachkommen.
In Braunschweig, so berichtete Tobias Hohenbrink von der Greenpeace-Gruppe, “sind keine Proben zur Untersuchung genommen worden”. Es ginge der Gruppe auch nicht darum, “Rabatz zu machen”, sie wollten die Kunden aufklären und “mit den Geschäftsleitungen ins Gespräch kommen, damit sich die Einkaufspolitik der Unternehmen ändert”. Greenpeace Braunschweig hatte zuletzt vor Selgros demonstriert. Der Großhandelskette wurde vorgeworfen, Frittieröle aus genveränderten Pflanzen so verpackt zu verkaufen, dass dem Käufer dies nicht bewusst war.
05.12.2005 (www.newsclick.de)
am 23.11.02 “newsclick.de”
Greenpeace forderte VW erneut auf, Autos mit Rußfiltern zu bestücken
Greenpeace lässt VW nicht aus dem Schwitzkasten: Aktivisten aus Braunschweig stellten am Freitag im Eingangsbereich der Autostadt-Piazza 48 Holzkreuze mit der Aufschrift “Dieselkrebs” auf, um dagegen zu protestieren, dass Europas größter Automobilproduzent seine Dieselfahrzeuge nicht mit Rußfiltern ausstattet.
Bereits am Freitag vor einer Woche hatten Greenpeace-Mitglieder aus Hamburg mit einer Dia-Projektion auf das Zeithaus der Autostadt für Aufsehen gesorgt. Gestern rollten die 14 Aktivisten ein großes Banner aus mit der Aufschrift “Dieselruß macht Krebs. Volkswagen macht mit”.
Schon beim Aufbau der Holzkreuze wiesen Mitarbeiter der Autostadt die Umweltschützer darauf hin, dass sie sich auf Privatgelände befänden und forderten sie auf, das Areal zu verlassen. Schließlich erschien die Polizei und erteilte den Aktivisten nach Feststellung der Personalien einen Platzverweis, der sofort befolgt wurde.
Mit der erneuten Aktion wollten die Umweltschützer Volkswagen dazu auffordern, in Zukunft alle Diesel-Pkw serienmäßig mit Rußfiltern auszustatten. “Das ist problemlos möglich”, sagte Günter Hubmann, Greenpeace-Sprecher und Referent für Technik. “Der serienmäßige Einbau kostet etwa 150 Euro.” Auch ein Nachrüsten sei technisch machbar, erläuterte der Experte. Bewiesen habe Greenpeace das am Beispiel eines Mercedes 220 Diesel. Allerdings sei die Nachrüstung mit rund 1500 Euro recht teuer, räumte Hubmann ein.
Die Greenpeace-Aktivisten wiesen darauf hin, dass jedes Jahr in Deutschland etwa 8500 Menschen an Lungenkrebs, ausgelöst durch Dieselrußpartikel, sterben würden.
Nicht nur an die Industrie hat Greenpeace die Forderung, den Rußausstoß zu reduzieren. Von der Politik verlangt die Umweltschutzorganisation gesetzlich festgeschriebene strenge Grenzwerte. Die Besitzer von Dieselfahrzeugen, die ihre Autos mit Filtern nachrüsteten, sollten zudem steuerliche Vorteile erhalten, so Greenpeace.
Autostadt-Sprecher Daniel von Bernstorf erklärte, dass die Aktion friedlich abgelaufen sei. “Wir werden darauf verzichten, Strafanzeige zu erstatten.” Die Autostadt wolle vielmehr den Dialog mit Greenpeace suchen, um Informationen weiterzugeben und das Thema Rußfilter zu erörtern.
Samstag, 23.11.2002 (www.newsclick.de)