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  • GP 23:51 on 19. April 2010 Permalink | Reply
    Tags: , , , Verbraucherschutz   

    Gentechnik-Infostand am 17.04.10 

    Am 17.04 wurde eine Vielzahl an Innenstadt-Besuchern über das aktuelle Thema Gentechnik informiert. Als Mitmach-Aktion gab es eine Postkarte zum Unterschreiben – mit der unterschriebenen Postkarte geht die ganz klare Botschaft “Stoppen Sie den Anbau von Gentechnik-Nahrungsmitteln und verhindern Sie, dass gentechnisch-veränderte Produkte in unserer Nahrung landen!” an Frau Ministerin Aigner und Minister Röttgen.

    Als Infomaterial wurde der Ratgeber: Milch für Kinder verteilt; indem sind alle Milch-Produkte für Kinder aufgelistet. Leider sind viel zu viele gängige bekannte Produkt nicht ohne Gentechnik produziert. Produkte von Nestlé und Milupa (Danone) sind im großen Maße mit Milch von Kühen hergestellt, die mit Gen-Futter versorgt werden. In dem Ratgeber stehen aber nicht nur Kindermilchprodukte, sondern auch einige Informationen über Trinkmilch; hier platzieren sich, die zu Müllermilch gehörende Molkerei Weihenstephan sowie Hochland mit ihrer Bärenmarke, auf den letzten Plätzen. Also lassen Sie sich nicht von der anscheinenden “Natürlichkeit” der Produkte hinters Licht führen und nutzen Sie ab sofort den praktischen Ratgeber für Ihren Einkauf.

    Was können Sie jetzt tun?

    Fordern Sie Nestlé und Milupa dazu auf, für die Herstellung Ihrer Produkte auf Gentechnik zu verzichten!

     
  • GP 19:23 on 24. November 2007 Permalink | Reply
    Tags: , Einkaufen, , Müll, Verbraucherschutz   

    Buy Nothing Day, Information über ökologischen Konsum 

    BuyNothingDay

    BuyNothingDay

    Am Sonnabend den 24.11.2007 war Buy Nothing Day (Kauf-nix-Tag). Ein Tag, der 1993 von den Adbusters, einer Gruppe kanadischer Jugendlicher, erfunden wurde. Er wird in Deutschland jedes Jahr am letzten Samstag des Monats begangen. Die Idee: Verbraucher sollen einen Tag lang nichts kaufen und so Kritik am Konsumwahn üben. Ein Tag von 365 im Jahr ist nicht viel, aber er hilft, sich ein paar Gedanken darüber zu machen, was wir mit unserem Kaufverhalten bewirken.

    Um auf diesen Tag aufmerksam zu machen schoben die Braunschweiger Greenpeace-Aktivisten drei Einkaufswagen durch die volle Fußgängerzone Braunschweigs bis zum Schlossvorplatz.

    Die Schwarzen Säcke, die in dem ersten Wagen gestopft wurden, waren beschriftet mit: „Der gefährlichste Müll ist der, den wir nicht sehen“. Diese Säcke überragten um ein Vielfaches einen kleinen Globus an der Spitze des Trosses.

    Auf dem Banner stand: „…und morgen kaufen wir uns eine neue Erde…“. In dem zweiten Einkaufswagen war nix. Und an den Seiten des Einkaufswagens stand „Gönne dem klima mal eine Pause – Buy Nothing Day“.

    Damit wurde auf das CO2 angespielt, dass in den Industrieländern unverhältnismäßig stark, für unseren unverhältnismäßig starken Konsum, produziert wird.

    Dadurch und durch die damit verbundene Ausbeutung der Natur (z.B. die Rodung der letzten Urwälder), vor allem in den Schwellen- und Entwicklungsländern, wird die gesamte Umwelt und damit das Fortbestehen der Erde gefährdet.

    Dazu ausführlich A. Franzenburg (Greenpeace):

    Wir leben über unsere Verhältnisse! Wir bräuchten zweieinhalb Planeten von der Qualität der Erde, wenn alle Menschen so viel konsumieren würden wie wir in Deutschland. CO2 und Müll können nicht in dem Tempo abgebaut und Rohstoffe wie Holz nicht in der Geschwindigkeit nachwachsen, wie wir konsumieren. 20 Prozent der Menschen verbrauchen 80 Prozent der weltweiten Ressourcen.

    Die Idee für diesen Konsumfastentag wurde vor fünfzehn Jahren von dem Künstler Ted Davies in Vancouver, Kanada, geboren. Inzwischen hat er sich zu einem bunten globalen Phänomen zwischen Nachdenken über den eigenen Konsum, öffentlichem Happening und politischer Aktion entwickelt. Auch in diesem Jahr werden in gut 65 Ländern zahllose Menschen auf die Straße gehen, um sich für Gerechtigkeit und Umweltschutz einzusetzen.

    Der diesjährige Kauf-Nix-Tag fällt in eine Zeit, in der die drohende Klimakatastrophe viele Menschen bewegt. 19 Prozent der CO2-Emissionen gehen auf Haushalte und Kleinverbraucher zurück – Verkehr ausgenommen. Das ist eine Menge, heißt aber auch, dass wir durch unseren Konsum maßgeblich zur CO2-Verringerung beitragen können.

    Immer mehr Menschen ist klar, dass Energiesparlampen oder Ausgleichszahlungen für CO2-Sünden nicht ausreichen, um die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels zu verhindern. Wir müssen unseren Lebensstil verändern. Also zurück in die Steinzeit? Mitnichten, aber wir sollten darüber nachdenken, was wir kaufen. Zum Beispiel bei elektrischen Geräten auf Energieeffizienz achten oder T-Shirts kaufen, die nicht nach der dritten Wäsche allenfalls als Putzlappen zu gebrauchen sind.

    Was tun?

    Steigen Sie um auf sauberen Strom! Es gibt inzwischen zahlreiche Ökostromangebote. Wir empfehlen die Greenpeace energy eG, weil sie die strengsten Qualitätskriterien garantiert und als Genossenschaft organisiert ist.

    Wagen Sie Öko! Öko-Produkte sind zu teuer, der nächste Bio-Laden ist zu weit weg und Gesundheitsschuhe sind Ihnen suspekt? Trennen Sie sich von Ihren Vorurteilen und gönnen Sie sich ab und zu Bio-Lebensmittel.

    Fair, saisonal und regional – die bessere Wahl! Alle drei sind im Paket nicht immer zu bekommen, und die Entscheidung, welches Kriterium im Vordergrund stehen sollte, kann von Produkt zu Produkt unterschiedlich ausfallen.

    Weniger ist mehr! Reduzieren Sie Ihren Durchsatz im Kleiderschrank, bei der Unterhaltungselektronik und im Haushalt. Kaufen Sie weniger und dafür bessere Qualität und langlebigere Produkte. Beherzigen Sie die einfache Faustformel für bewussteren Konsum: Reduzieren, Reparieren, Recyceln!

    Erst informieren, dann kaufen! Falls dennoch oder gerade aus Klimaschutzgründen ein neues Gerät notwendig ist, informieren Sie sich vor dem Kauf beim Verkäufer über den Energieverbrauch und machen Sie ihre Kaufentscheidung auch davon abhängig.

     
  • GP 22:04 on 5. December 2005 Permalink | Reply
    Tags: , Pestizide, , , Verbraucherschutz   

    Presseartikel “Greenpeace-Protest gegen Pestizide” 

    am 05.12.05 auf  “newsclick.de”

    Test ergab zu hohe Belastungen in deutschem Obst und Gemüse aus Supermärkten

    Von Jörn Stachura

    Pestizide in Obst und Gemüse. Als Dreingabe zu Vitaminen Schädlingsbekämpfungsmittel in Mengen, die gesundheitsschädlich sind. Greenpeace Braunschweig demonstrierte Samstag vor den Geschäften von Lidl und Real.

    Einkaufsnetz, die Verbraucherschützer von Greenpeace, hatte bundesweit den Stein ins Rollen gebracht. In einem großen Vergleich von deutschem Obst und Gemüse aus den wichtigsten Supermärkten und Handelketten stellte sich heraus: In Obst und Gemüse finden sich immer wieder hohe Pestizid-Rückstände.

    Ein Viertel der getesteten deutschen Tomaten, Karotten, Gurken Paprika und Pfirsiche erhielt das Prädikat “nicht empfehlenswert”. Denn sie enthielten Schädlingsbekämpfungsmittel in Mengen, die in Deutschland nicht erlaubt sind. Es wurden sogar Mittel gefunden, deren Einsatz verboten ist.

    Ortgruppen unterwegs

    Pestizide können nach Auffassung von Umweltmedizinern den Hormonhaushalt und das Immunsystem beeinträchtigen und das Nervensystem schädigen. Der Test von Obst und Gemüse hat mittlerweile juristische Konsequenzen: Greenpeace hat gegen Lidl in 26 Fällen Anzeige erstattet, gegen Real 11. Bereits am Donnerstag hatte Greenpeace vor den Konzern-Zentralen von Lidl und Metro (Real), die im Vergleich am Schlechtesten abgeschnitten hatten, demonstriert. Nun legten die Ortsgruppen nach.

    Druck auf Kontrolleure

    In 35 Städten protestierten die Mitglieder vor den genannten Unternehmen und verteilten Einkaufsratgeber von Greenpeace an die Kunden. Sie sollen, wann immer es geht, Produkte aus Bio-Anbau kaufen und von Metro und Lidl verlangen, nur noch einwandfreie Ware zu verkaufen. Außerdem soll Druck auf die Bundesländer ausgeübt werden, dass sie ihrer Kontrollpflicht bei Lebensmittel intensiver und sorgfältiger nachkommen.

    In Braunschweig, so berichtete Tobias Hohenbrink von der Greenpeace-Gruppe, “sind keine Proben zur Untersuchung genommen worden”. Es ginge der Gruppe auch nicht darum, “Rabatz zu machen”, sie wollten die Kunden aufklären und “mit den Geschäftsleitungen ins Gespräch kommen, damit sich die Einkaufspolitik der Unternehmen ändert”. Greenpeace Braunschweig hatte zuletzt vor Selgros demonstriert. Der Großhandelskette wurde vorgeworfen, Frittieröle aus genveränderten Pflanzen so verpackt zu verkaufen, dass dem Käufer dies nicht bewusst war.

    05.12.2005 (www.newsclick.de)

     
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