Heute morgen verurteilten japanische Richter die beiden Greenpeace-Walschützer Junichi Sato und Toru Suzuki zu einem Jahr Haft, ausgesetzt für drei Jahre auf Bewährung. Damit verlassen die beiden Greenpeacer zwar den Gerichtssaal als freie Männer, aber der fade Nachgeschmack über das Verfahren bleibt. Das Urteil wurde als Strafe für Diebstahl und Hausfriedensbruch ausgesprochen und stellt eine vollkommen inakzeptable Entscheidung dar. Protestieren Sie zusammen mit uns gegen dieses politisch motivierte Verfahren: Walschutz ist kein Verbrechen!
Am 25. August am späten Nachmittag versammelten sich zahlreiche jugendliche GreenpeacerInnen auf dem Kohlmarkt um über Fisch- und Walfang zu informieren. Gerade beim Fischfang werden immer wieder die Fangmethoden stark kritisiert, da Mengen an Beifang (Fische und andere MeeresbewohnerInnen, die gar nicht Ziel des Fangs sind. Trotzdem landen Sie im Netz und werden ungenutzt und tot ins Meer zurück geworfen) beim Fischen gefangen werden. Als Beifang werden auch viele kleinere Wale und Delfine gefangen und auch Sie sterben und werden danach nicht genutzt.
Auch die starke Überfischung vieler Fischarten war Thema der Infoaktion. Da VerbraucherInnen durch Ihr bewusstes Kaufverhalten entscheiden können, welcher Fisch in den Läden viel vertreten ist und welcher weniger, verteilten die jugendlichen GreenpeacerInnen zahlreiche Fischratgeber.
Sehr viele StadtbesucherInnen zeigten großes Interesse und nahmen den Ratgeber mit. Inhalt des Ratgebers für Unterwegs ist eine Auflistung verschiedener Fische mit Anmerkungen ob es vertretbar ist ihn zu konsumieren oder eine Überfischung statt gefunden hat. Der Ratgeber ist perfekt für einen schnellen Blick nach einem alternativen Fanggebiet, aus dem ein bestimmter Fisch noch ohne Bedenken gegessen werden kann. Die Ratgeber waren so schnell vergriffen, was uns ein reges Interesse an diesem Thema seitens der PassantenInnen signalisierte.
Und auch viele Kinder zeigten Interesse, was zum Einen an den ‘kleinen Hai Geschichten’ lag und anderseits bestimmt an den bunten Fischmasken. Deshalb machen wir bestimmt bald wieder eine Infoaktion zu diesem Thema.
Viele träumen davon, für ihre Ideale und für eine bessere Welt zu kämpfen. Aber nur wenige haben den Mut, es wirklich zu tun. Das Risiko ist hoch. Beziehung, Existenz, Gesundheit und sogar das Leben stehen auf dem Spiel – und, dass der Kampf vergeblich sein könnte.
Regisseurin Angela Graas und ihr Filmteam fuhren im Winter 2007/2008 auf dem Greenpeace-Schiff Esperanza mit. Greenpeace hat das Entstehen des Films unterstützt, ist aber weder an der Finanzierung beteiligt, noch hat die Organisation Einfluss auf die Inhalte genommen. In Braunschweig läuft der Film am 14.01. im Universum Filmtheater. Wir sind vor Ort und informieren über das Thema Walfang.
An Bord des Greenpeace-Schiffes Esperanza machen sich 37 „Idealisten“ auf eine lange und gefährliche Reise ans südliche Ende der Welt. Sie wollen die japanische Walfangflotte in der Antarktis aufspüren. Japan plant, über 1000 der friedlichen Meeressäuger im Walschutzgebiet im Südpolarmeer zu töten - unter dem Deckmantel der Wissenschaft. Die getöteten Wale landen jedoch in japanischen Restaurants. Die Mannschaft der Esperanza will das verhindern. Mit Schlauchbooten wollen sich die Aktivisten als Schutzschild zwischen Wal und Harpune stellen. Heath, der Sunnyboy aus Florida, der sonst auf einer Luxusjacht arbeitet. Mir, der charmant-chaotische Funker aus Panama. Irene, die schwedische Webeditorin, die beschlossen hat nur noch Sinnvolles zu tun. Sakyo aus Japan, der zu Hause als Landesverräter angefeindet wird. Und ein mürrischer Kapitän, der mit besonderem Humor die riesige Verantwortung trägt, die auf ihm lastet. Frank muss die Esperanza nicht nur sicher über das stürmische Südpolarmeer bringen. Es liegt an ihm, die Walfangflotte im endlosen Eisrand zu finden. Japan setzt alles daran, einer Konfrontation mit der Esperanza auszuweichen. Im Wettlauf mit der Zeit kämpft die Mannschaft mit den Herausforderungen des Eismeeres, Heimweh und Versagensängsten. Und eine Frage wird im unerwarteten Verlauf der Ereignisse immer bohrender: Lohnt es sich, für seine Ideale zu kämpfen?